Port du Rhin – Port d’attache ?

Ein biografisch-dokumentarisches Theaterprojekt

In und über das Straßburger Viertel Port du Rhin, seine Geschichte im Großen und seine Geschichten im Kleinen, starten wir mit deutsch-französischem Team ein biographisch-dokumentarisches Theaterprojekt. Am Ende eines kollektiven Recherche-Proben-Prozesses, steht ein performativer Spaziergang, der nationale und soziale Grenzen sprengt!

Wir suchen

  1. Zeitzeug*innen: Du lebst/lebtest oder arbeitest im Port du Rhin und möchtest deine Erfahrungen, Erlebnisse und Lieblingsplätze mit uns teilen?
  2. Rechercheur*innen: Du hast Lust das Grenzviertel und seine Geschichte(n) zu erkunden? Du stöberst gerne in Dokumenten und/oder du lauscht gerne den Erzählungen Anderer?
  3. Darsteller*innen: Du bist Theater begeistert und hast Lust an einem deutsch-französischen Workshop teil zu nehmen?

Vielleicht reizen dich auch zwei oder alle drei Angebote?

Lust Teil des Projektes zu sein?

Dann schreib einfach eine Email an jrottstegge[at]rundumkultur.eu, in der du unter Angabe deiner Kontaktdaten und deinem Background unverbindlich dein Interesse am Projekt bekundest. Wir setzen uns dann mit dir in Verbindung und laden dich zum sommerlichen Kick off des Projektes ein, bei dem es ausführliche Informationen gibt!

1

Kick-off Meeting

MO 19.7.2021 - 18:00, Point Coop
2

Vorbereitung

07 - 12/2021
- Partnerakquise
- Vereinsgründung
3

Recherche

01 - 03/2022
- Sammlung von Dokumenten über die Geschichte des Viertels
- TeilnehmerInnen Akquise
- ZeitzeugInnen Akquise
4

Theaterlabor

03 - 07/2022
- wöchentliche Proben
- Befragung von Zeitzeug*innen
- Materialsammlung
5

Stückentwicklung

09/2022 - 03/2023
- wöchentliche Proben
6

Aufführungen

04 - 05/2023

Impressionen vom Kick-off-Meeting

zum Projekt

Endstation oder Heimathafen? Am Stadtrand oder am Tor zur Welt?

Das Straßburger Viertel Port du Rhin ist ein Viertel voller Kontraste. Lange Zeit völlig isoliert, entwickelt es sich gerade in rasanter Geschwindigkeit zu einem modernen Wohn- und Arbeitsviertel an der Grenze zu Deutschland.

Wer lebt hier? Wer ist hier zu hause? Wie hat es die Menschen hierhin verschlagen? Welche Erlebnisse und Erinnerungen verbinden sie mit dem Viertel, das sich plötzlich verändert? Wie erleben sie Nachbarschaft innerhalb des Viertels und zwischen den Ländern? Was wünschen sich die Bewohner*innen für ihr Viertel? Fühlen sie mehr der weit entfernten Stadt Straßburg oder dem nahe gelegenen Kehl zugehörig?

Im Rahmen eines Theaterworkshops geht ein deutsch-französisches Kollektiv diesen Fragen nach. Auf Grundlage einer gemeinsamen Recherche und Zeitzeugenbefragung wird Material generiert, das anschließend zu einem performativen Spaziergang verwoben wird.

Im Frühsommer 2022 sind Bürger*innen beiderseits des Rheins dazu eingeladen das Stadtviertel „Port du Rhin“, seine Vergangenheit und die ganz persönlichen Geschichten seiner Anwohner*innen kennen zu lernen.

Join the project !

Rechercheur*innen
Performer*innen
Zeitzeug*innen

Kollektiver Probenprozess

März 2022 – Mai 2023
dienstagabends
Point Coop, Strasbourg

Nähere Infos

jrottstegge[at]rundumkultur.eu

Ein Viertel am Rande der Stadt

Im Osten Straßburgs, entlang des Rheinufers liegt das Viertel « Port du Rhin ». Aus strategischen Gründen wurden hier 1930 Sozialwohnungen, die Cité Loucheur, angesiedelt. Eingekesselt vom Rhein, Bahnschienen und der route du Rhin, lebten die Menschen hier Jahre lang völlig isoliert am äußersten Stadtrand Straßburgs, eine Rheinbreite von Deutschland entfernt.

Ein Viertel am Tor zur Welt

Aus Stadtinterner Sicht ist der „Port du Rhin“ die Endhaltestelle. Gleichzeitig ist das Viertel in Grenznähe das Tor zu Deutschland, zur Europäischen Union, zur Welt. Ein Ort, der mit dem Nachbarland zusammenwächst, wo Grenzen verschwinden.

Ein Viertel im Aufbruch

In den letzten zehn Jahren, hat sich das Viertel rasant verändert. Rund um die Cité Loucheur, entstand und entsteht neuer Wohn- und Arbeitsraum, eine deutsch-französische Krippe, die Privatklinik Rhéna, die Schulen wurden saniert. Eine neue Tramlinie fährt über den Rhein nach Deutschland. Neue Nachbarn leben in Luxuswohnungen mit Blick auf den Rhein.

die Partner